Auf den Spuren der Wolfskinder

„Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen.“
Théodore Simon Jouffroy

Mit dem Ziel einen Hinweis zum Verbleib Werner Kohns zu finden, machten sich 14 Jugendliche und junge Erwachsene unseres Vereins auf dem Weg von Görlitz nach Kaliningrad. Auf insgesamt 1.095 Radkilometern folgten wir den Spuren der Wolfskinder – Kinder die in den Wirren des Zweiten Weltkrieges von ihren Angehörigen getrennt wurden und ein Leben unter neuer Identität in Polen und Russland führen mussten. Werner Kohn ist einer von ihnen. Die Eindrücke und Erlebnisse, die wir während unserer 16 tägigen Tour vom 19. Juli bis 3. August sammelten, sind in einem Tourtagebuch niedergeschrieben. Informationen zur bebilderten Wanderausstellung, den Hintergründen des Projektes und den Unterstützern findest Du unter den entsprechenden Punkten. Eine Broschüre „Auf den Spuren der Wolfskinder“ kann angefragt werden.
Kontakt wolfskinder(at)querdurch(punkt)eu

Bei unserer Sommer-Radtour, die zusammen mit polnischen und deutschen Jugendlichen vom 19.07. bis zum 03.08.2014 stattfindet, vermitteln wir das Verständnis eines vereinten Europas und werden dazu unsere gemeinsame Vergangenheit erkunden. Getreu dem Zitat von Théodore Simon Jouffroy begeben wir uns auf die Spur der „Wolfskinder des zweiten Weltkrieges“ [1] – Kinder, die in den Wirren des 2. Weltkrieges ihre Familie, aufgrund von Tod oder Flucht, verloren haben – und möchten mit ihnen und ihren Angehörigen sprechen und versuchen, ihren Verwandten ein Lebenszeichen zu überbringen.

Den Ausgangspunkt unserer Reise bestimmt die Geschichte von Hartmut Kohn, dem Dresdner Ultra-Marathonläufer, der für seinen Vater (75) bisher vergeblich dessen Bruder in und um Kaliningrad suchte. Auf Basis seiner Erzählung, die wir in einem Interview am 13.12.2013 in Görlitz erfassten, wählen wir die Wegpunkte unserer Reise: Entlang des Europaradweges R1 erkunden wir Polen, sprechen mit seinen Menschen und erleben einen Teil ihrer Kultur. In Zusammenarbeit mit kompetenten Ansprechpartnern in den Orten unserer Route rekonstruieren wir die Geschichte der Wolfskinder und vermitteln unseren Teilnehmern die Situation, Not, aber auch entgegengebrachte Hilfsbereitschaft, die der Zweite Weltkrieg und dessen Nachwirren über Europa brachte. Gerade in einer Zeit, in der sich der Beginn dieses Krieges zum 75. Mal jährt und dessen Geschehnisse durch gegenwärtige politische wie gesellschaftliche Spannungen und deren Akteuren verklärt werden, erscheint es uns umso eindringlicher mit Zeitzeugen zu reden, damit unsere Teilnehmer ein eigenes Bild entwickeln können und so den Schlüssel zur Geschichte und zukünftiger Verantwortung für ein freies und geeintes Europa finden.
Kontakt wolfskinder(at)querdurch(punkt)eu

[1] … http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfskind_%28Zweiter_Weltkrieg%29

16. Juli 2014, 17:00 Uhr

Fotostart und informative Gespräche auf der Görlitzer Altstadtbrücke. Alle Förderer, Teilnehmer, Interessierte und Pressevertreter sind herzlich eingeladen mit uns gemeinsam den symbolischen Auftakt dieses Projektes zu begehen.

 

19.07.2014 Bremenhain – Forst, 73 km

Nach der Bade-, Bullen-, Bier-, Blitz- und Bärenbelehrung durch unsere Chefin Ramona starteten wir vom Sportlerheim Bremenhain auf dem Oder-Neiße-Radweg vorerst Richtung Bad Muskau.

Dort verbrachten wir unsere erste Eis- und Melonenpause auf dem Nettoparkplatz an der Grenze. Hier konnten wir jede Menge „Grazien“ und „Fleischberge“ beobachten.

Eine nächste Rast machten wir in Pussack auf dem Ziegenhof. Dort nahmen wir eine zickig-kulinarische Kostprobe zu uns. Währenddessen lauschten wir bei einer kleinen Käseverkostung der Gründungsgeschichte des Hofes und dem Biolärm. Der Käse entfaltete übrigens erst beim dritten Bissen sein volles Aroma. Während der Fahrt freuten sich alle schon riesig auf Sprünge vom 10 m-Turm im Forster Freibad. In Forst angekommen verschafften wir uns, nach einstündiger Wartezeit vor dem Geländetor, mit Hilfe eines Einheimischen Zutritt zu unserem heutigen Lager. Kaum standen die Zelte, erklang der Gong vom Bademeister, dass das Bad jetzt schließt. Zum Abendbrot kredenzten wir uns unser Tradtionsfestmahl des ersten Tourtages: Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.

 

20.07.2014 Forst – Frankfurt (Oder), 102 km

Wahlgesang und spielende Kinder versüßten unsere Nachtruhe im Kinder- und Freizeitzentrum in Forst. Am Vormittag stießen Hartmut Kohn und unseren Busfahrer Steffen zu uns. Hartmut wird uns den ganzen Tag auf unserer gemütlichen Tour bei 37° C ohne Schatten auf dem langweiligen Dammweg begleiten.

In Guben griffen wir auf einen kleinen Zwischenstopp mit kühlen Getränk im Café zurück, da es leider kein Döner gab. Die Hitze machte uns ganz schön zu schaffen und wir suchten einige nette Radlerstopps auf, um unsere Wasserflaschen zu füllen und Kraft zu tanken. Umleitungen durch die Dammwüste zwangen uns unter anderem zum Schieben. Zum Abschluss der Tagesetappe schnappten wir kühle Luft in der Abfahrt nach Frankfurt (Oder) durch den Wald. Die letzten Kilometer in den Ruderverein nach „Mücken-City“ lotste uns Hartmut mit seinem Garmin. Ein extra für uns aus dem Kahnaletto – Dresden – angereister Spitzenkoch, stand für uns heute hinter den Töpfen und rührte Spagetti ala Muttikowski.

Erschöpft ließen wir den Abend auf dem Balkon, im Kampf mit den Mücken ausklingen. Gute Nacht!

 

21.07.2014 Frankfurt (Oder) – Miedzyrzecz, 105 km

7:21 – Der Tag beginnt im Computerkabinett bei der Pflege der Website.

Zum Tagesstart überquerten wir nun erst einmal die polnische Grenze und machten uns auf in das Abenteuer ins tiefste Polen. Der leichte Wind machte uns das Fahren zwischen LKW und Schlaglöchern angenehm.

Zum Mittag tauschten wir erst einmal Geld um auf den Marktplatz ein Mittagsmenü einzunehmen. Damit machte die Kellnerin den Umsatz der Saison. Am Badesee verabschiedeten wir uns von Hartmut Kohn, der von unserm Busshuttle Steffen nach Frankfurt zum Bahnhof zurück gebracht wurde. Die Zeit nutzen wir derweil zum Baden und weiterradeln Richtung Miedzyrzecz auf den Buschzeltplatz.

Dort angekommen, zur Abendstunde, befreiten Josi und Karl den Stellplatz von Kienäppeln und legten Feuer gegen die Mücken. Zum kulturellen Beifall erkundigte Rica sich bei Jörg, ob denn die gesichteten Herrenhäuser Puffs wären. Wir warteten bis 22.45 Uhr auf unsern Bus, der verzweifelt durch die polnischen Felder zu falschen Campingplätzen irrte. Demzufolge waren am heutigen Abend die Zelte besonders zügig aufgebaut und der Mitternachtssnack zubereitet. Wer sich um größere Brüste bemühen wollte, der sollte laut Ramona die Putenhälse abnagen… leider ohne Wirkung!

Marius‘ Walgesang im Zelt wiegte uns alle in einen besonders tiefen Schlaf.

 

22.07.2014 Miedzyrzecz – Krzyz Wielkopolskie, 80 km

Nach kurzer Nacht und Frühstücksaufwasch unserer Damen im Fußpilzbecken machten wir uns wieder auf die Highways von Polen – mit wunden Popos auf harten Satteln. Der R1 hielt für uns unendlich, lange Geraden bei angenehmen 34°C und holprigem Straßenbelag bereit.

Den Mittagsstopp hielten wir heute am Ufer der Warte. Um uns das relativ eintönige Fahren zu versüßen gab es noch eine kleine Kaffeepause mit „Mohrenküssen“ auf der Zielgerade nach Krzyz zum Zeltplatz am See. Dieser wurde zur Feier des Tages einmal zeitgleich mit dem Bus erreicht.

Vom Außenbereich her betrachtet eine sehr schöne Anlage am Wasser. Doch nach dem Essen suchten wir die Horrordusche auf der Badbaustelle auf. Diese durfte nur einzeln und ohne Alkohol betreten werden, wäre aber nur mit Alkohol zu ertragen gewesen. Zur Sicherheit auch nur mit Badeschuhen. Zentnerweise Wäsche wurde daher am Outdoor-Wasserhahn gewaschen und rund herum um unseren neuen Vereinspavillon getrocknet. Die zwei Toiletten für den gesamten Zeltplatz wurden leider um 22.00 Uhr zugeschlossen, sodass wir beim nächtlichen Toilettengang die Büsche des Zeltplatzes noch genauer kennen lernen durften.

 

23.07.2014 Krzyz Wielkopolskie – Miasteczko Krajenskie, 105 km

Ein Hund, wir nannten ihn Mister W., weckte uns. Nachdem wir gefrühstückt hatten öffneten endlich auch die Toiletten zum morgendlichen Zähneputzen und mehr. In Krzyz besichtigten wir DEN Bahnknoten im ehemaligen Ostpreußen. Hier kamen vermutlich auch die Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Deutschland durch.

Der Tag erwartete uns ganz entspannt mit einer steifen Brise von vorn. Juris olfaktorische Erlebnisse KaffeeKekse-GrapruitSaft-KetchupChips-SchokoEis-CocaCola überlagerten den latenten Drang nach Milchreis mit Döner – den gab’s nirgends. Im weiteren Wegesverlauf besichtigten wir viele Städte mit einer wechselvollen Geschichte: holländische Siedlungsgebiet aus dem 16. Jahrhundert, Preußisch-Polnisches Siedlungsgebiet und nach 1945 zwangsentsiedelte Regionen. Die Geschichte der Region ist sehr wechselhaft und wir lernten viel Informatives darüber kennen. Eine mennonitische Kirche aus dem 17. Jahrhundert mit geschliffenem deutschem und pompösen polnischen Friedhof zeigte uns genauso wie eine geplünderte Krypta sehr anschaulich wie mit geschichtlichem Erbe in den vergangenen 65 Jahren umgegangen wurde.

Den Abend verbrachten wir auf einem absolut genialen Privatzeltplatz auf den wir vom Besitzer persönlich die letzten 15 Kilometer in einem 601er Trabant begleitet wurden. Der kulinarische Karl kredenzt küchenfertige Knobi-Köstlichkeiten.

 

24.07.2014 Miasteczko Krajenskie – Bydgoszcz, 97 km

In der Nacht erwischte uns ein Regenschauer und der Eine oder Andere hatte als erste Tagesaktion erst einmal die Bestandaufnahme der noch trockenen Klamotten vor sich. Zusammengepackt, schwangen wir uns wieder aufs Ross und machten uns bei trüben Wetter mit Wind auf die Spur.

Heute erreichten wir voraussichtlich den eintönigsten Teil der Tour. Jedes Dorf sah gleich aus und die Straßen zogen sich kurvig und lang. Nach den ersten Kilometern retteten wir mal wieder Bewohner für den Buchihof vom Baum (Miau-Mia) an der Straße.

Ein Zeitzeuge bei der Dorfdurchquerung berichtete uns begeistert über die Dorfentstehung und Ansiedlung verschiedener Kulturgruppen in der Umgebung. Er selbst berichtete eindrucksvoll von seiner wechselhaften Geschichte: Aufgewachsen und eingeschult in der Dorfschule zu NS-Zeiten, danach die Zeit der Reorganisation und dann die Zeit unter russischen Repressalien und schlussendlich die letzten 25 Jahre unter europäischen Bedingungen mit Töchtern in Kiel.

Zur Kulturzeit besichtigten wir das Freilichtbauernmuseum in Osiet nad. Neze, welches zusammengetragene Gehöfte der Region zeigt. Durch eine träge Führung – anscheinend für Taubstumm – in der die Museumsführerin ganze 5 Worte benutzte. Zur Motivation der Weiterfahrt gönnten wir uns eine polnische Spezialität Piroggen zum Mittagsmahl. Die erfrischende Obst-Wurst-Pause und eine Tasse puren Sirup gab es zur Vesper im Dorfpark von Mrosca.

Weiter kämpften wir uns gegen den Wind bis zum Zeltplatz am See, heute mit festem Dach übern Kopf. Unser Koch Karli zauberte uns zur Feier des Tages ein weiteres polnisches Nationalgericht Bigosch, passend zum Tagesziel. Dazu gab es Milchreis mit frisch gekochtem Apfelmus zum Nachtisch.

 

25.07.2014 Bydgoszcz – Grudziadz, 84 km

Trotz dass wir heute keine Zelte abzubauen hatten, gelang uns der Start auch nicht eher, da uns zum Frühstück die Eichkatzerlbeobachtung und das restliche Kraut aufhielten. Guten Morgen!

Nach den letzten Dörfern und Feldschleichwegen auf der Strecke überquerten wir die „Weixel“ und erreichten damit „Die Stadt der Verliebten“- Chelmno. Endlich mal wieder Menschen und Trubel. Der langersehnte Döner und Riesensofteis trieb uns besonders schnell den Berg hinauf. In der Kulturführung durch unseren Rolli besichtigten wir die Miniaturen der deutschen Ordensritterburgen und die besoffen durch den Park steuernden Landsleute.

Weiter ging´s aufn Esel und die Pause wurde unter anderem zur Spurensuche auf dem Mennonitenfriedhof genutzt.

Am gebuchten Zeltplatz, der gar nicht gebucht war, stellten wir Zelte auf, die Mädels brachten die Waschmaschine auf Hochtouren und die Männer brachen zur Abendshoppingtour so dass Karl endlich auf seine Busfahrspaßkosten kam.

Beim gemütlichen Zusammensitzen müssen wir immer wieder feststellen, dass unsere Michi, Robi und Olli fehlen, insbesondere das rundrum-Sorglos-Paket!!!

 

26.07.2014 Grudziadz – Malbork, 104 km

Heute Morgen kamen zum ersten Mal die Regeln der Blitzbelehrung zum Einsatz, denn wir wurden vom Gewitter bei Regen geweckt. Das zwang unsere Tourmuttis bereits zu einer nächtlichen Wäscherettungsaktion. Die im Zelt gehortete, nasse Wäsche, wurde während des Frühstücks zum erneuten Schleudergang angesetzt. Keiner wollte aus den Zelten ins Nasse, doch es half alles nichts. Im strömenden Regen packten wir zusammen und begutachteten die, vom Regen schwarz zu grau verätze, Radausrüstung. Die Motivation zum Tagesstart hielt sich stark in Grenzen. Unser Reiseleiter lockte uns mit circa 80 geplanten Kilometern aus den Schlafsäcken, obwohl diese im Zelt gut vor dem Regen geschützt lagen. Dass es am Ende über 100 Kilometer werden sollten lag wohl an der einen oder anderen Abkürzung. Auf der Strecke angekommen verpasste unser Kugelblitz Karl den ersten Fressflash nach 40 km, am Kiosk am Wegesrand, durch sein schnelles Vornewegradeln.

Die Strecke entlang der Weichsel bis zum Abzweig der Nogat war wenig spektakulär und so wurde die Fahrt von dem einen oder anderen Wettrennen aufgelockert. Die obligatorische Sklep-Pause verbrachten wir bei Detailstudien des hier in der Gegend ab und an zu beobachtenden Alleeolmes. Ein scheues, stupides Tier.

Am Damm entlang ging es bis zur Mittagspause an die „Weixel“. Während dieser, bauten wir die, in Mülltüten gestopften, nassen, zwischen Wurst und Melone verstauten, Zelte zum Trocknen auf. Bis auf die nasse Shelterplane, diese wurde zum Lüften als Schwungtuch umfunktioniert.

Den letzten Abschnitt der 9 h Etappe quälten wir uns auf holprigen Landstraßen und Bundesstraßen mit Windschattenhasching ab. Am Nachmittag sahen wir dann endlich Malbork am Horizont. Es dauerte aber noch gut eineinhalb Stunden, bevor wir die Stadt erreichten.

Ziel auf den Partycampingplatz erreicht! Zwischen wehender Wäsche, Bauernfrühstücksduft und dem Diskobeat von nebenan, schlossen wir wieder Bekanntschaft mit einem deutschen Zeitzeugen. Der nette Herr möchte uns bei unserer Suche nach Werner Kohn mit einer Privatrecherche in seiner Verwandtschaft unterstützen.

Auf dem Zeltplatz trafen wir dann noch Uli aus der Nähe von Düsseldorf. Er besuchte in Familie seine alte Heimat, die er 1945 verlassen musste. Seine Frau erinnerte sich an eine Familie Kohn aus Kaliningrad. Die sehr interessanten Geschichte von der Flucht über Lauban nach Görlitz und vielleicht der Spur zur Familie Kohn werden wir in der Nachbereitung aufarbeiten.

Einige Radler von uns brachen noch zu einem gemütlichen Abendbummel zur beleuchteten Marienburg auf.

 

27.07.2014 Malbork – Gdansk, 67 km

Am Vormittag besichtigten wir teilindividuell die Deutsche Ordensburg. Deren wechselvolle, und eng mit der polnischen Historie verknüpfte Geschichte, war sehr interessant. Auf einem mittelalterlichen Gemälde (siehe Galerie) entdeckten wir frühzeitige Zeugnisse des Alleeolms.

Ein steifer Rückenwind trieb uns am Nachmittag über Autobahnen, Straßen und erahnbare Feldwege nach Gdansk, auf den überfüllten „X-Diarys“ Zeltplatz. Zwischen der dicht bewaldeten Hügelzeltlandschaft war es gar nicht mal so einfach, einen Stellplatz zu finden, auf den man halbwegs horizontal liegen konnte.

Ein gemütlicher Abend am Ostseestrand mit unserer neuen, weltenbummelnden Zeltnachbarin sorgte für Abwechslung in der Gruppe und unsere Gentlemen zeigten sich von ihrer besten Seite. Beim Wettrennen am Meer machte unser Marathon-Marius die anderen Jungs platt. Auf dem Rückweg schwangen einige von uns im Karaoke- Partyzelt nochmal das Tanzbein, bevor es zur allgemeinen Nachtruhe überging.

 

28.07.2014 Gdansk – Stegna, 52 km

Den Vormittag verbrachten wir in der Hansestadt Gdansk bei Shopping, Stadtbummeln, Sightseeing mit Jahrmarkt und Kirchenkonzert mit Rammsteingesang von Roland. Einige von uns fuhren per Schiff auf die Westerplatte, andere saßen im Bistro und beobachteten bei Kaffee, Döner & Co das bunte Treiben –unter anderem wie man bockige Hunde im Rucksack transportiert.

Am Nachmittag radelten wir unterm Wärmegewitter weiter Richtung Stegna und setzten dabei mit der Fähre über. Dort begegnete uns ein Radfreund, der auf dem Weg nach St. Petersburg war. Ein Plattenweg führte uns zu einem Stück naturbelassenen, menschenleeren Strand, an dem wir sogar den seltenen Bernstein fanden. Da leider unser Bademeister Robert nicht mit uns reist, konnten wir nicht in der Ostsee baden. Schade, wir haben unsere Zehen in Gedanken an ihn benetzt. Nach diesem kurzen Strandbesuch fuhren wir uns weiter zu unserem heutigen Nachtlager. Die Straße, die uns dorthin führte, war gespickt mit Strandbuggies, Plastik-, Souvenir- und Fressläden. Unterwegs malten wir uns aus, dass bei unserer Ankunft der Shelter steht, die Wäsche im Wind wedelt und das Essen bereits auf dem Kocher brodelt – doch es kam anders: unser Busfahrer Steffen wurde unterwegs von Schnäppchenjägern aufgehalten und hatte manche Mühe seinen Einkauf im Wagen zu sichern… Nach Ankunft stürzten wir uns in die Fluten und haben den Abend gemeinsam unterm unserem Shelter ausklingen lassen.

 

29.07.2014 Stegna – Elblag, 43 km

Der heutige Tag begann etwas später als die anderen, denn heute chillten wir alle mal richtig fett unsere Base. Voller Vorfreude machten wir uns kurz nach um 10 bei brütender Hitze auf zum Strand. Die Richtung konnten wir nicht verfehlen, die Völkerwanderung war bereits in vollem Gange. Bei Ankunft erschlug uns eine Welle von Sichtschutzzäunen, Schwimmtieren – in allen Größen und Variationen- und Menschen in allen Proportionen. Den Weg ins Wasser mussten wir uns labyrinthartig bahnen. Ein Eis und einen Döner später saßen wir endlich wieder auf dem Rad. Die drückende Hitze zwang uns zu einer „Sklep-Pause“ mit Melonenschlachtung. Kurz darauf erreichten wir unseren heutigen idyllischen Zeltplatz – der Shelter stand und die Wäsche wedelte im Wind – dank Steffen! Am Abend gesellten sich noch zwei internationale männliche Radler zu uns – endlich konnten sich auch die Frauen von ihrer besten Seite zeigen. Der Reiseleiter übte sich derweil im Kartelesen im Schokosaußensatz. Wir sind gespannt welche Abkürzungen er so entdeckt hat.

 

30.07.2014 Elblag – Frombork, 47 km

Bei 36 Grad im Schatten, starteten wir durch Elblag wieder auf die Asphaltpiste Richtung Frombork. Eine reine Berg und Talfahrt war heute unser Wegbegleiter bis auf den letzten Campingplatz unserer Tour. Unterwegs schauten wir noch die Gedenkstätte für das ehemalige Frauen-Außenlager des KZ Stutthof an.
Nach der Kaffeepause, die wir so zeitig wie noch nie hielten, brachen wir teils mit Rad, teils mit Bus zum „karibikartigen“ – Strand ans Haff auf. Dort genossen wir die Sonne, doch der Abkühlungseffekt blieb aufgrund des extrem flachen Wassers leider etwas auf der Strecke. Nach 800 m einwärts, stand einem das Wasser noch nicht einmal zum Bauchnabel. Dies nutze Marius direkt wieder für ein paar Wassersprints als Training. Auf dem Weg zurück schauten wir uns noch das Denkmal – für die 1945 geflohenen und vertriebenen Deutschen – und den Dom – wo Kopernikus Anfang des 16. Jahrhunderts sein heliozentrisches Weltbild entwickelte – an.
Zurück im Camp, erwartete uns das alltägliche Abendprogramm aus Kochen, Waschen und zur Feier des letzten Zeltstellens, mit selbstkreierten Cocktails.

 

31.07.2014 Frombork – Kaliningrad, 76 km

Heute war der Tag der Tage an dem wir den Frühstart wagten, um unser Endziel Kaliningrad zu erreichen. Schon am Vorabend machte sich große Nervosität breit und alle verschwanden zeitig ein letztes Mal in ihren Zelten. Um 8.45 Uhr polnischer Ortszeit war es dann endlich soweit. Auch unsere unvorbereitete Zeltnachbarin, die dasselbe Ziel verfolgte, schmiss sich ihre Warnweste über, trug den Eyeliner auf und versuchte uns zu verfolgen.
Zum ersten Stopp vor der russischen Grenze wurden die Reisepässe verteilt, die Frisuren gerichtet und es konnte losgehen:

  • Erster Akt: die Ausreise aus Polen…easy.
  • Zweiter Akt: Visakontrolle…die Spannung stieg.
  • Dritter Akt: Einreise nach Russland… Der Zöllner wurde direkt vom Geruch unseres Businnenraums abgeschreckt, sodass unser Eike die Grenze mit dem Bus zügig und unkompliziert passieren konnte. In Dreiergruppen durften die Radler sich dann zur Passkontrolle einfinden. Die vermutlich auf Drogen abgerichtete Grenzkatze, schlug auch nicht an, sodass unserer Einreise nach Russland nix mehr im Wege stand…GESCHAFFT!!!

Auf einem Teilstück unseres Weges wurden wir heute von einem Vertreter des BUND begleitet, welcher selbst auf dem Weg nach Riga ist und der uns einiges Wissenswertes erzählen konnte.
Auf der Zielgraden nahmen wir noch einige Höhepunkte, zum Beispiel die 1945 von Deutschen gesprengte Ordensburg Brandenburg und verschiedene russische Kriegsdenkmäler, entlang der eintönigen Straße mit. Gekrönt wurde die Fahrt von einer Piroggenpause mit Kaffee.

Vor dem Stadteingangsschild stand Eike schon zum Fotoshooting bereit. Dann lotste uns Roland ohne einen einzigen Umweg, durch den Berufsverkehr Kaliningrads zu unserem Luxushotel, in dem Eike schon den „Check in“ organisierte.
Am Abend feierten wir die Ankunft und die geknackte 1030 km- Marke in einem original ukrainischen Restaurant. Dahin wurden wir von der Maschrutka geschuttelt. Wir gönnten uns ein Dreigangmenü aus russisch- / ukrainischen Nationalspeisen.
Sauber, zufrieden und glücklich stürzten wir uns in die weiß bezogenen Betten. Gute Nacht!

 

01.08.2014 Kaliningrad – Tag 1

Heute durfte ausgeschlafen werden. Aber nicht alle sind mit dieser Umstellung, ganz ohne Zeltgerassel und Wäsche abnehmen, zurechtgekommen, sodass unsere Frühaufsteher schon 8.00 Uhr vor dem Frühstückssaal warteten und damit die Küchendame verärgerten, die erst ab 8.30 Uhr vorbereitet war.

Nachdem alle früher oder später ihr „ausgiebiges Vitalfrühstück“ mit Toast, Milchreis und Türkisch-Kaffee (allerdings nur einen pro Person) eingenommen haben, erwarteten uns an der Rezeption die Lehrer- und Übersetzerin Vera mit Stadtführer Oleg.

Nachdem geklärt wurde, dass die Stadtführung nicht mit unserem Tourbus unternommen werden kann, starteten wir zu Fuß zur siebenstündigen Stadtführung. Diese begann am Wasserwerk mit gegenüberliegenden Gefängnis Kaliningrads. Mit dem Linienbus ging es anschließend an den Stadtrand zum damaligen Fort Nr. 5, das als historisches Museum erhalten und ausgestellt wird. Von diesen Anlagen gibt es insgesamt 12 rund um die Stadt „Königsberg“, die im 1. Weltkrieg zum Schutz und zur Verteidigung der Stadt dienten. Wir beschäftigten uns mit dem Aufbau des Forts und besichtigten in den kühlen und feuchten Ziegelsteingängen die Bauweise und Funktion der Anlage. Teilweise sind jedoch Abschnitte des Forts von damaligen Kriegsschäden beschädigt.

Weiter ging es nun Richtung Stadtzentrum. Hier überquerten wir die „Honigbrücke“ zur Kathedrale Kaliningrads und schauten uns das Universitätsdenkmal von „Herzog Albrecht“ sowie die Grabstätte von „Emanuel Kant“ an. Damals war die Innenstadt in verschiedene Stadtbezirke unterteilt und bestand unter anderem aus einem kleinen Fischerdorf. Weitere historische Highlights waren das Burgtor von „Königsberg“, das alte Kasernengelände, welches heute als Berufsschule mit weiteren Jugendeinrichtungen ausgebaut ist sowie das Bernsteinmuseum.

Zwischendurch klärte uns Vera noch über die Disco-Line und den Bus nach Annaberg-Buchholz auf.

Pünktlich (nach deutscher Zeit) fanden wir uns 18.00 im „J.A. Gagarin-Gymnasium Nr. 40 Kaliningrad“ ein, in dem Vera unterrichtet. Freundlich wurden wir von den Schülern der 11. Klasse empfangen und in der riesigen Aula mit einem Kurzfilm über die moderne Schule begrüßt. Im Anschluss stellte Roland den Schülern unser Projekt und die Tour vor. Alle waren sehr interessiert und stellten viele Fragen. Als letzten Programmpunkt des heutigen Tages führte uns Schülerin Lisa durch das hochmoderne Schulgebäude mit eigenem Schwimmbad, zwei Turnhallen, Bibliothek, etc. Es wurden Gastgeschenke überreicht, neue Kontakte geknüpft und einige gemeinsame Bilder geschossen. Die Schule möchte gern mit uns in Kontakt bleiben und uns vielleicht sogar bei unserem Projekt unterstützen.

Halb neun verließen wir das Schulgelände und brachen mit hungrigen Bäuchen zum Abendessen noch einmal in die Innenstadt auf. Heute dinierten wir in einem original russischen Restaurant mit selbstgebrautem Bier. Dies sättigte jedoch nicht alle unserer männlichen Mäuler, sodass bei McDonalds nochmal nachgeladen werden musste. Eine kleine Nachtwanderung zur Verdauung brachte uns schließlich erschöpft aber satt und zufrieden in unser Hotel zurück.

 

02.08.2014 Kaliningrad – Tag 2

Die vielen Eindrücke, Erlebnisse und historischen Besonderheiten sowie das späte Abendessen, steckten uns noch in den Knochen und somit schliefen wir heut etwas länger als gedacht. Sogar unsere „Frühaufsteher“ kamen als letztes in den Speisesaal in dem die Küchendame schon tobte vor Wut. Jedes Frühstücksutensil wurde einzeln zu Tisch getragen, sodass die „hochqualifizierte“ Fachkraft schnell den Überblick verlor, wer überhaupt schon etwas bekommen hat. Dazu kam auch noch aller fünf Minuten eine weitere Person vom Zimmer an den Tisch gekrümelt. Das Chaos war perfekt.

Als dann unser russischsprachiger Chef Eike 2 Stunden nach Frühstücksbeginn erschien, war auch die „Kascha“ alle. Dafür bekam er zum Neid der anderen, gebratenes Spiegelei mit Dill inkl. Jogurt serviert. Dies sogar auf einem Porzellanbett. Als Eike dazu auch noch einen Kaffee bestellte, riss der Geduldsfaden des Küchenpitbulls und er wurde erst einmal in die Schranken gewiesen. „Was ihm einfällt, nachts durchzufeiern und dann auch noch zu spät zum Frühstück zu kommen.“

Ramona versuchte in der Zwischenzeit krampfhaft Kontakt zur russischen Geschichtsstudentin „Olga“ herzustellen, mit der wir uns am Nachmittag treffen wollten.

Als die „Pläne“ standen, machten wir uns vorerst auf dem Weg zum Deutschen Konsulat. Auf den Weg dahin machten wir noch einen Abstecher über einen russischen Markt und ins Kaufhaus. 15.00 Uhr verabredeten wir uns mit Olga, einer Vertreterin des Konsulats, die ursprünglich mit Ihrer Freundin (die Journalistin ist) einen Artikel über unser Projekt verfassen wollte. Da diese leider plötzlich im Krankenhaus lag, kam es nur zu einem kurzen Treffen in dem Kontakte hergestellt werden konnte und etwas übers Projekt berichtet wurde.

Es war Freizeit angesagt und einige von uns machten sich zum damaligen Wohnhaus von Werner Kohn auf, um ein paar Flyer zu verteilen und sich die Gegend genauer anzusehen. Zum Abend hin gingen wir noch einmal zu unserem „Stammukrainer“ Abendessen und besuchten anschließend noch kurz das Jazzfestival im Stadtpark.

Im Hotel angekommen wurde Eike sofort zu einem Bankenmarathon gezwungen, bei dem er versuchen sollte die erforderliche Summe für die Übernachtungskosten der Gruppe bar vom Konto abzuheben, allerdings an verschiedenen Bankautomaten. Das Kartenlesegerät im Hotel funktionierte nicht, sodass diese Nachttour mit der Hotelchefin erforderlich war. Vielen Dank für so viel Gastfreundlichkeit.

Auf dem Oberhaberberg, wo sich das Wohnhaus der Familie Kohn befand, konnten wir die folgenden Impressionen einsammeln:

 

03.08.2014 Kaliningrad – Görlitz, „672“ km

Ein letztes Mal war auf unserer Tour war zeitiges Aufstehen angesagt. Pünktlich 6:30 Uhr russische Zeit saßen alle Radprofis und Shuttlefahrer bereit zur Essensaufnahme im Speisesaal des Hotels Mayak. Wie gewohnt wurde Kascha, Toast und Kaffee zur guten Start in den Tag gereicht. Da alle pünktlich zu Tisch saßen fiel das Spiegeleifrühstück leider aus.

Anschließend galt es unter den wachsamen Augen von Koschka aus dem 2. Stock die drei übrigen Räder auf den Bus zu befestigen, das Gepäck zu verstauen und die Radtaschen auf unseren fahrbaren Untersätzen zu satteln. Ohne große Probleme und mit der leckersten Plasteperle, die Kaliningrad zu bieten hat, im Gepäck verabschiedeten wir uns aus der Stadt. Doch noch in der Stadt forderten die russischen Straßen bei Ricas „Blauem Blitz“ ihren bisher einzigen Tribut in Form einer kaputten Kette. Ohne große Mühe und mit viel Geschick gelang es jedoch unserem Betreuer Roland alles wieder in Schuss zu setzen.

Der Weg war frei und so rasten wir mit kurzer Triebwerksfehlzündungs- und einer Plasteperle-Auffrischpause der europäischen Ostgrenze entgegen. Nach 60 km mit gefühlten 30 km/h wir das erste Etappenzielen und schlängelten uns ohne große Probleme durch die zahlreichen wartenden Autos zu den Schaltern der hochmotivierten Grenzbeamten entgegen. Natürlich hatten wir keine Kekse, Schnitten oder sonstige Lebensmittel im Gepäck und auch die Grenzkatze ließ sich weit und breit nicht blicken, sodass wir keine 15 Minuten für die Einreise brauchten.

Nachdem der zweite Reisebus samt Hänger zur nahen Kantor-, Bistro- und Olmhütte gelotst wurde und zwischenzeitlich leckere Majoburger verdrückt wurden, verluden wir die restlichen Räder und unserer Gepäck und machten uns mit der Linie 137 auf dem 640 km langen Heimweg nach Lodenau. Mit wildem Amateurfunken und einem Quiz rekapitulierten wir noch einmal das Erlebte und bangten zwischendurch, ob der ausreichenden Dieselfüllung in unserem Bus.

Nach insgesamt 1.794 innerhalb von zwei Wochen zurückgelegten Kilometern erreichten wir geschafft aber zufrieden gegen 22:00 Uhr unseren Ausgangspunkt und hatten lediglich den Verlust eines Steckschutzbleches zu beklagen und haben nun viele neue Erfahrungen und Eindrücke zu verarbeiten.

Einfach auf die Grafik klicken und ihr erhaltet detailierte Streckeninformationen.
Im Rahmen des Projekts „Auf den Spuren der Wolfskinder“ ist eine Wanderausstellung in Bildern über besondere Stationen entlang des Weges nach Kaliningrad entstanden. Zum Tag des Denkmals am 14.09.2014 feierte sie ihre Prämiere in Demitz-Thumitz. Begleitend zur Ausstellung stellten wir unsere Eindrücke und Erlebnisse in einem Vortrag den Schülern der Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule in Görlitz am 30.09.2014 vor.
Die aktuellen Termine der Ausstellung:

Ort von bis
Landratsamt, Niesky 07.10.2014 Ende Januar
Landratsamt, Görlitz Anfang Februar Ende März
Geschäftsstelle Weißwasser der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ab April
Geschäftsstelle Niesky der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ab Mai

Die Bilder der Ausstellung

Die Tourbroschüre

Passend zur Ausstellung können Sie unseren Tourbericht als gedruckte 40-seitige Broschüre anfordern. Anfragen richten Sie bitte an wolfskinder (at) querdurch.eu. Hier ein kleiner Vorgeschmack:


Wir danken allen Institutionen für die hilfreiche Unterstützung. Unser Projekt „Auf den Spuren der Wolfskinder“ wurde gefördert von:

Zeitensprünge-320x180
Stiftung-SPK-320x180
Stiftung-Demokratische-Jugend-320x180
Jugendprogramm Zeitensprünge, gefördert durch die Stiftung Demokratische Jugend und das Land Sachsen
www.zeitenspruenge.org
FC-Flick-Stiftung-320x180
F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz
www.stiftung-toleranz.de
Stiftung-SPK-320x180
Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
www.sparkasse-oberlausitz-niederschlesien.de
NYLA-320x180
NYLA Baugesellschaft mbH
www.nyla.de
EST-Energetics-320x180
EST Energetics GmbH
www.est-steinbach.com
EKO-Energy-320x180
EKO Energy GmbH
www.ekoenergy.de
Augustus-Rex-320x180
Augustus Rex – Erste Dresdner Spezialitätenbrennerei GmbH
www.augustus-rex.com
Edeka-Knospe-320x180
Edeka Knospe
www.edeka.de
  • querdurch e.V.

    querdurch e.V. ist DER Sportverein für attraktive Angebote in der Lausitz. Wir bieten Dir regelmäßige Trainingseinheiten, Aktivreisen, außergewöhnliche Jugendbegegnungen sowie Unterstützung bei ausgefallenen Wettkämpfen.

  • Schnappschüsse

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